Immer noch ein Hammer!!! Mal was für Sangen

Es dürfte ungefähr fünf Jahre her sein, als ich das Stück zum ersten Mal für meine Leser aufgetan und gepostet habe. Seit dem hat es einen wahren Durchmarsch durch die Foren gemacht, und es ist nach wie vor ein Hammer und die Mutter der MaschinenMusikClips.
Ich krame also eine alte Kiste aus, aber ich poste es hier für meinen alten Kumpel Sangen und sage nur Ludwig-Trommeln und selbstgemachte Musik aufm Tisch und unterm Pulli. Wirs Deinen Spass haben, und ich hoffe, Du kennst es noch nicht.

Das Vorwort

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Bevor ich loslege, würde ich gern kurz etwas erklären: Ich trete hier nicht an, die Frage zu besprechen, ob es den Teufel gibt oder nicht. Das gleich am Anfang zu sagen, hat einen Vorteil: Diejenigen, die nicht an seine Existenz glauben, können sich das Lesen alles Weiteren sparen. Wer nicht an UFOs glaubt, der muss keine Bücher lesen, in denen besprochen wird, ob sie Liegesitze haben. Wenn einer nicht glaubt, dass es einen Gott gibt, der braucht sich nicht mit der Frage aufhalten, ob er ein Mensch wurde. Über das, was es nicht gibt, kann man getrost schweigen und sich die Zeit nehmen, andere Sachen zu lesen.

Ein zweites: Ich habe mir den etwas umständlichen und vorläufigen Titel eines “Thomaslesers” gegeben. Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als das ich Thomas lese. “Nicht weniger” meint, ich tue das wirklich und ich tue das oft. “Nicht mehr” heißt, mein Lesen hat aus mir keinen Kenner und schon gar keinen Spezialisten gemacht. 
Um Thomas verstehen zu können, habe ich wohl unzählige Bücher von Kennern aufgeschlagen und durchgearbeitet. Sollte ich mich schon deswegen so nennen, würde mich nicht wohl fühlen. 
Wenn ich hier also eine Serie über einige Gedanken des heiligen Thomas zum Teufel vorlege, dann meine ich damit nur das, was ich glaube, einigermaßen verstanden zu haben. Meine Arbeit will also eigentlich nichts anderes, als dass meine Leser irgendwann die Bücher der Spezialisten und besonders die des Thomas selbst lesen.

Es gibt viele Bücher über den Teufel, und ich habe schon manche von innen gesehen. Fast alle handeln mehr oder weniger von den selben Dingen, nämlich, was er tut und was er uns angeht. Wenn man gewohnt ist, in der Schule des heiligen Thomas zu sitzen, dann fällt einem aber auf, das etwas fehlt, was der Meister immer macht: Wenn er sagt, was wir von einer Sache haben, dann erklärt er immer gleich mit, um was es sich überhaupt handelt.
Um es gleich vorweg zu sagen: Der Teufel ist von seiner Natur ein Engel. Wer also ein Buch über den Teufel schreibt, der schreibt auch eins über ein Engelwesen. Wären sie Menschenwesen, dann bräuchten wir nicht viele Worte zu machen. Die Menschen wissen ja, was Menschen sind. Engel sind aber etwas ganz anderes, und das ganz andere sollte man beleuchten, bevor jemand meint, es sei womöglich finster.
Ich möchte nicht falsch verstanden werden, auch die allerbesten Bücher über den Teufel erklären nicht, wer oder was er ist. Dasjenige Buch zum Beispiel, das ich für das beste halte, verliert nicht ein einziges Wort der Erklärung, sondern fängt gleich an, wie es bis zum Schluss bleibt: Die Teufel schreiben sich Briefe. Bücher, die nicht erklären, was was ist, können auch ohne die besten Bücher sein. Ich würde aber meinen, es dürfte nicht schaden, wenn man einmal eins dazu stellt, das davon spricht.

Eins vielleicht noch: Ich schreibe überhaupt, weil ich vor vielen Jahren einmal von jemandem darum gebeten wurde; und zwar von einem, dem ich keinen Wunsch abschlagen kann. Die Bitte lautete etwa so: “Schreibe so, dass es auf der einen Seite jeder verstehen kann und auf der anderen Seite hoch qualifiziert ist, was die Theologie und die Philosophie angeht.” Für das zweite kann ich garantieren: Wer einfach schreibt, was Thomas geschrieben hat, der ist auf der sicheren Seite. Das heißt, ich brauche mich nur hinter den breiten Schultern des Heiligen zu verstecken und schon bin ich auf der Höhe. Viel schwerer ist es, für alle verständlich zu schreiben. Ich gelobe mich zu bemühen und bitte um Nachsicht, wo mir das nicht immer gelingt.