Alt Rom

Gestern sprachen wir beiläufig über den Vatikan, seinen Staat und seine Geschichte. Dabei versprach ich, heute noch mal die beiden Klassiker aufzufahren, die geknipst wurden, bevor es die lange Straße, die Via della Conciliatione, vom Vatikan zum Tieber gab. Mussolini war nicht zimperlich. Um seine langen, geraden Prachtstraßen in Rom anlegen zu können, hat er mit seinen Baggern nicht gerade gespart, wenn es darum ging, einfach ganze Häuserzeilen niederzurollen und abzureißen. Vor dem Abriss der Häuser (1936) und der Errichtung der Prachtstraße konnte das Kammermädchen seine Teppiche noch mit Blick auf die päpstlichen Gemächer ausklopfen.

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Das hüblsche Kammermädchen mit Blick auf den Pontifex.

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Und so sah das aus, als es die Via noch nicht gab.

Auf den Spuren der Apostel

Mitten im geschäftigen Rom liegt auf der Tiberinsel die wunderbare, kleine Kirche mit den Gebeinen des Apostels Bartholomäus. Davor steht ein Denkmal, das den heiligen Johannes von Gott verewigt, der mit seinem Orden das Krankenhauswesen reformiert hat. Der ist sozusagen der Patron der Insel geworden, auf der gleich zwei Krankenhäuser stehen.

Die Tiberinsel ist ein wunderbar ruhiger Ort im geschäftigen, römischen Treiben. Man kann zur Ruhe kommen und sich inspirieren lassen. Kaum jemand weiß nämlich, dass man hier einer der Apostel liegt und kaum jemand weiß, dass man ihn besuchen kann.