Ohrfeigenheiliger

Bischof Nikolaus von Myra ist ein großer Volklsheiliger wegen seiner Güte. Was aber gar nicht mehr verstanden wird: Es geht viel weniger um die Güte des Menschen Nikolaus, als viel mehr um die Tatsache, dass seine Güte die Güte des Schöpfers auf Erden spiegelt. „So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“. Das ist der Zusammenhang und so steht er in der Schrift.
Als Nikolaus auf dem ersten Konzil von Nicäa war, spiegelte er eine weitere Eigenschaft des Schöpfers, nämlich die des heiligen Zorns. Es ist entweder der Zorn des Vaters, der sieht wie man seinen Kindern schaden will, oder es ist der Zorn des Sohnes, der mitbekommt, wie man die Ehre seines Vaters angreift. Jesus flocht eine Geißel und trieb die Händler aus dem Tempel. Nikolaus verpasste seinem theologischen Gegner eine Ohrfeige auf dem Konzil, wo die Wahrheit der Theologie auf den Spiel stand.
Wer heute was gelten will, der verkündet am besten nur den halben Gott, den es nicht gibt, nämlich den, der nicht zornig sein kann. Nikolaus spiegelt den ganzen, also auch den, dessen Zorn entbrennt, wenn man seinen Kindern weh tun oder die Theologie verbiegen will.
Heiliger Nikolaus, bitte für uns.

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Nikolaus holt aus, Kaiser Konstantin schaut zu.