Meine Marienwoche 7

Jacopo da Pontormo, Verkündigung.

„Von alters her war es immer etwas ganz Besonderes, wenn Engel den Menschen erschienen; und dass die Menschen ihnen Ehre erwiesen, galt das immer schon als höchste Ehre. So steht zu lesen, dass es Abraham zum Lob gereichte, den Engeln seine Gastfreundschaft zu schenken und ihnen Ehrfurcht zu bezeugen.
Dass aber ein Engel dem Menschen Ehrfurcht erweisen würde, das wurde noch nie vernommen, bis einer die selige Jungfrau ehrfurchtsvoll mit dem Wort „Ave“ begrüßte.“

Thomas von Aquin,
Erklärung des Englischen Grußes, 1.

Meine Marienwoche 6

„Die selige Jungfrau ist Königin und die Mutter des Königs,
die über alle Chören thront,
in Gold gekleidet, ja von der Göttlichkeit mit Gold umhüllt;
nicht jedoch, dass sie selbst Gott wäre,
wohl aber, weil sie die Mutter Gottes ist.“
Thomas von Aquin,
Pslamenkommentar, 44,7

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Meine Marienwoche 5

Maria in Erwartung.

Sobald Maria wusste, dass sie die Mutter des Erlösers sein würde, wusste sie, dass „Mutter des Messias“ bedeutete, die Mutter jenes Gottesknechtes zu sein, den der Prophet als den Mann der Schmerzen besungen hatte.
Der greise Simeon im Tempel brauchte ihr das wahrscheinlich eigentlich kaum noch sagen, als er andeutete, ihr aber würde ein Schwert durch die Seele fahren.
Jede Liebkosung, jede heilige Freude an ihrem heiligen Sohn wusste davon, dass er das Opfer für sein Volk sein musste. Die hohe, christliche Kunst weiß davon.

Ein Geschenk an die Muttergottes

Fast pünktlich zum Marienmonat Mai habe ich einen alten Vortrag aufgetan, den ich vor ungefähr fünfzehn Jahren geschrieben und aufgenommen habe. Damals noch mit einem kleinen, alten Casettenrekorder auf dem Schreibtisch. Der Vortrag hat zwei Teile. Heute habe ich den ersten Teil des Vortrags bei GloriaTV hochgeladen. Morgen folgt der zweite Teil.

Viel Freude beim Hören!
Hier lang.