Abendmusik

Heute war wegen meiner Jobs nicht viel los auf dem Blog. Aber eine Abendmusik muss drinsitzen. Heute mal wieder mit meinem alten Liebling, Bird Parker. Und dazu noch eins meiner liebsten Stücke, das ich in etwas anders abgemischter Form hier schon mal gebloggt habe: Bird of Paradise. Wenn ich mich nicht täusche, dann ist der Trompeter mit dem wunderbaren Solo Miles Davis.
Ich erinnere mich, dass ich solche Musik früher ganz schrecklich fand. Man geht wohl seine Zeit durch die musikalische Welt, bis man diese virtuose und komplizierte Weise schätzt. Mir ist es jedenfalls so gegangen. Heute liebe ich Bird ohne Gleichen, und ganz besonders dieses hübsche Stück von ihm. Mir gefällt besonders auch der rythmische Teppich, den der Bassist und der Schlagzeuger legen, auf dem dann die Solisten zeigen können, was sie drauf haben. Ja, türlich ist das Miles! (Ab 1:34) Wer sonst spielte einen solchen weichen Sound und die schnellsten Läufe, dass es leicht klingt wie wenn sie mit dem Aufwand einer Blockflöte gespielt worden wären? Ich würde sagen, man kann in diesem sehr frühen Stück schon den Stil seiner späteren Fusionprojekte vorausahnen. Außerdem hatte Diz Gillespie einen anderen Akzent im Sound. Ein dritter kommt eh nicht in Frage. Aber ist das nicht herrlich?

Wie Mozart den Jazz inspiriert

Mozarts bekannte Sinfonia concertante Kv364, wie sie hier so schön vorgelegt wird:

Sie wurde Pate beim Jazzstandart: „The Windmills of your Mind“, wie Art Farmer ihn uns vorträgt.
Hübsch, nicht?

Musik mit Widmung

Ich vermute, jeder Blogger freut sich, wenn sein Blog hier und da mit Interesse verfolgt wird. In meinem Fall gibt es aber einen Menschen, bei dem ich eigentlich immer dachte, hoffentlich liest er nicht, was ich schreibe. Der ist nämlich der beste Thomist, den ich mein Leben lang getroffen habe und – ich wage eine Prognose – den Thomas so tief verstanden hat, wie kaum einer sonst. Bei diesem alten Freund würde ich schwer rot, wüsste ich, dass er meinen Küchentuchthomismus durchsieht. Gerade steht zu befürchten, dass er eines Tages meine Nische findet. Und da komme ich ihm doch gleich mal mit Geschenken entgegen, wie Jakob das schlauerweise bei Esau gemacht hat. Mit Musik, die uns beiden auf jeden Fall gefallen dürfte: Mit der großen, unverwechselbaren Billie Holliday.