Los Wochos – Meine Teeniehits und Antihits

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(Die Los Wochos im Überblick.)

Unsere Musikkonsumentwicklung wurde innerhalb der Popmusik ausläufermäßig schon mal etwas anspruchsvoller. Mich beeindruckte zum Beispiel, wie John (Deep Purple) an der Orgel und Ian Anderson (Jethro Tull) an der Flöte die Klassik in den Rock einführten. Das gab dem ganzen eine Art intellektuellen Anstrich.
Ian Anderson brachte mit der Flöte zum Beispiel einen Boureé, eine Art Tanz aus frühen Jahrhunderten. John Lord tat das ebenfalls auf seiner Platte „Sarabande“, aber auf ganz andere Weise. Hier beide Beispiele.

Jethro Tull: Boureé:

John Lord, Boureé:

Wo wir bei Anderson aber schon mal bei der Flöte sind: Es hat ein bisschen gedauert, bis ich Beispiele hörte, wie noch, und vor allem, wie genial man die Flöte in die moderne Musik einführen kann. James Moody ist ein außergewöhnliches Beispiel, und alle Freunde des Modern Jazz werden sagen: So, liebe Freunde, geht Flöte! Bühne frei also für den Spaßvogel der Musik, Dizzy Gillespie und seinen musikalischen Kumpel, James Moody.

Moody’s Mood

Gerade forsche ich unter anderem für meine anstehende DizzySerie etwas hinter dem Standart Moddys Mood for Love her, von dem sicher hier noch was zu hören und zu lesen sein wird. Moodys Mood for Love war und ist ein großer Hit. Er wurde abertausendmal gespielt, vertont, verändert und interpretiert. ‚Erfunden‘ hat ihn James Moody auf einer kleinen Tour in Schweden, als er, wie es heißt, auf einem fremden Instrument improvisierte. Die Impro wurde zu einer Riesenmelodie, zu der Eddy Jefferson später dann einen Text schrieb. Beides wurde DIE Kombi auf die alle irgendwie gewartet haben müssen, so bekannt wurde die Nummer. Mein Clip von heute abend ist da ein regelrechter Schatz: Eine alte Aufnahme vom Erfinder persönlich. Man hört in der Improviation den überaus starken Einfluss von Charlie Parkers Weise zu spielen. Von der kann ich ja nicht genug bekommen. Sehr rührend, das Stück. Es hat leider leichte Tonfehler, über die man hinweghören muss.