Schönes Wochenende!

Reggae muss man verstehen, oder zumindestens einen Sinn für ihn haben, ansonsten ist er langweilig und reichlich schlicht. Das ist aber Absicht. Der Rhytmus ist dem gewohnten diametral entgegen aufgebaut, er hat den Beat auf eins und drei, nicht, wie gewohnt auf zwei und vier. Das gibt ihm dieses irgendwie ganz andere Empfinden.
Hier spielen zugleich drei meiner alten Reggaehelden zusammen und mixen einen Song ein: Sly Dunbar am Schlagzeug, Robbie Shakespear am Bass, und Gregory Isaac singt in seinem  unverwechselbaren Stil. Es ist wie bei der modernen Kunst: Manch einer sagt, das könne doch jeder. Da dürtfte kaum verständlich sein, dass die europäischen Reggaemusiker ihre Gigs nach Jamaica schickten, damit man dort den Rhytmus drauf spielte. Das konnten so nur sie.