Spaßiger Jazz

Es tut mir leid, Karneval kann ich leider nicht. Aber wie sich zu Karneval die Priester die lustigen Predigten aus den Ärmeln schütteln, so krame ich gern was Lustiges aus meiner Jazzkiste.
Spaß im Jazz, dafür ist zunächst bei Dizzy Gillespie nachzusehen. Der Weltklassetrompeter machte sich ganz gern mal zum Clown auf der Bühne und verband die komplizierteste Musik mit witzigen Einlagen. Hier mit seinem Gast Satchmo Armstrong, der auch Zeit lebens ein lustiger Kerl auf der Bühne blieb.

Abendmusik

Heute war wegen meiner Jobs nicht viel los auf dem Blog. Aber eine Abendmusik muss drinsitzen. Heute mal wieder mit meinem alten Liebling, Bird Parker. Und dazu noch eins meiner liebsten Stücke, das ich in etwas anders abgemischter Form hier schon mal gebloggt habe: Bird of Paradise. Wenn ich mich nicht täusche, dann ist der Trompeter mit dem wunderbaren Solo Miles Davis.
Ich erinnere mich, dass ich solche Musik früher ganz schrecklich fand. Man geht wohl seine Zeit durch die musikalische Welt, bis man diese virtuose und komplizierte Weise schätzt. Mir ist es jedenfalls so gegangen. Heute liebe ich Bird ohne Gleichen, und ganz besonders dieses hübsche Stück von ihm. Mir gefällt besonders auch der rythmische Teppich, den der Bassist und der Schlagzeuger legen, auf dem dann die Solisten zeigen können, was sie drauf haben. Ja, türlich ist das Miles! (Ab 1:34) Wer sonst spielte einen solchen weichen Sound und die schnellsten Läufe, dass es leicht klingt wie wenn sie mit dem Aufwand einer Blockflöte gespielt worden wären? Ich würde sagen, man kann in diesem sehr frühen Stück schon den Stil seiner späteren Fusionprojekte vorausahnen. Außerdem hatte Diz Gillespie einen anderen Akzent im Sound. Ein dritter kommt eh nicht in Frage. Aber ist das nicht herrlich?