Weisheit

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Eine Katechese zur Firmung

In Deiner Heimatstadt Bochum wohnt mein liebster Freund. Er ist Polizist dort und wird immer gerufen, wenn irgendwo etwas nicht in Ordnung scheint oder eine Lage aus dem Ruder läuft. Polizisten müssen Ordnung schaffen. Wenn mein Freund an einen seiner Einsatzorte kommt, dann braucht er viele, einzelne Fähigkeiten, die Dinge wieder ins Lot zu bringen. Er muss mit Leuten reden und ihre Anliegen verstehen können. Er braucht Fähigkeiten, mit den technischen Geräten umzugehen, er muss kämpfen und im Team arbeiten können. Das alles sind vielfältige Tätigkeiten, aber er braucht für seinen Job kein Wissen darüber hinaus.
Wenn ein Dachdecker an eine Baustelle kommt, dann muss er wissen, wie man dort die Dächer deckt. Er muss aber nicht wissen, wie viele Kabel der Elektriker später braucht. Das muss nur der wissen, der den Überblick über den ganzen Bau hat. Ein Matrose, der die Segel setzt, muss nicht den Reiseplan im Kopf haben. Es reicht, wenn er tut, was ihm aufgetragen wird. Der Kapitän aber braucht den ganzen Überblick.

Wenn wir über Weisheit sprechen, dann meinen wir das ungefähr so. Wer weise ist, der weiß nicht nur, dass er auf einem Schiff fährt, er weiß auch, wohin die Reise geht und wozu er unterwegs ist. Christlich gesprochen ist weise, wer um die Dinge Bescheid weiß, die mit Gott, dem ewigen Leben, seinen persönlichen, größten Zielen und somit über den eigentlichen Sinn seines Lebens Bescheid weiß. Schlau ist jemand, der im Leben weiß, wie man sich durchschlägt. Intelligent ist jemand, der nicht oberflächlich ist und in den Dingen des Lebens lesen kann. Weise ist dagegen, wer sich über die letzten und somit wichtigsten Angelegenheiten im Klaren ist.

Wir reden hier über die Weisheit als eine Gabe, ein Geschenk aus Gottes Hand. Ohne, dass Gott uns die Weisheit schenkt, können wir sie gar nicht erlangen. Wir wüssten, wie schon gesagt, gar nicht, dass Gott drei in eins ist, wenn er uns dieses Wissen nicht geschenkt hätte. Jesus hat gesagt: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten, wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“ Er hat auch „niemand komm zum Vater, es sei denn durch mich“, gesagt. Wir wüssten das alles nicht, wenn er nicht gekommen wäre, es uns zu sagen. Sein Kommen und was er getan hat, war nicht nur eine großangelegte Rettungsaktion, es war auch ein Weg, uns Weisheit zu verschaffen.

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