Der einseitige Friede

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Eine Katechese zur Firmung, Teil 12

Über den gemeinten Frieden würde ich gern noch einmal kurz mit Dir nachdenken. Es ist, wie gesagt, zunächst ein innerer Friede, ein Friede des Herzens gemeint. Frieden und Unfrieden im Herzen kennen wir alle aus dem täglichen Leben. Am klarsten liegt uns das vor Augen, wenn wir an unsere Freunde denken. Wenn Du über eine Freundin nachdenkst, wie lieb Du sie hast und wie froh, dass Ihr Eich habt, dann ist der Gedanke, sie könnte Dich aus irgendeinem Grund gleich ganz schrecklich. Man verliert etwas ganz Wertvolles und damit auch den inneren Frieden. Alles Geld der Welt könnte uns nicht trösten, wenn wir unsere Freunde verlieren. Genau so denkt die Kirche über das Verhältnis Gottes zu seinen Kindern.

Gestatte mir einen kurzen Gedanken vorab. Alles, was wir hier über Gott sagen, das wissen wir von Jesus und seiner Verkündigung, und zuvor von seinen Propheten, die schon lange vor ihm auf sein Kommen hingewiesen haben. Es gibt Leute, die meinen, die Geschichte mit Gott und seinem Sohn sei so logisch, dass alles eigentlich so sein musste. Das glaube ich nicht. Alles, was wir wissen, das wissen wir allein von ihm, und hätte er uns nicht aufgeklärt, dann wäre nichts sicher und alles könnte auch ganz anders sein. So aber wissen wir, das heißt, alle, die seinen Worten glauben, dass Gott uns lieb hat, wie ein Vater seine Kinder. Wir wissen auch, dass zwischen Gott und den Menschen die Harmonie und der Friede irgendwann durch ein geheimnisvolles Geschehen in die Brüche gegangen war. Diese Geschichte ist allerdings einseitig, und das muss ich kurz erklären.

Wenn wir einen Freund haben, dann glauben wir ihm, weil wir ihn lieb haben und wir lernen ihn in diesem Verhältnis immer besser und tiefer kennen. Wir öffnen ihm unser Herz, und er darf darin wohnen und zuhause sein. Wenn wir andererseits einem Menschen nicht über den Weg trauen, dann halten wir uns lieber verschlossen. Wen wir nicht mögen und mit wem wir lieber nichts zu tun haben wollen, den lernen wir auch nicht kennen. Er kann uns, wie man sagt, gestohlen bleiben. So gestaletete sich das Verhältnis der Menschen mit Gott. Er hat uns immer noch so lieb, wie amersten Tag. Daran kann sich nichts ändern. Er hat uns auch nie aus den Augen verloeüren. Nur bei uns, auf unserer Seite sozusagen, ist das anders geworden. Schon auf den ersten Seiten der Bibel steht zu lesen, dass Adam und Eva sich vor Gott versteckten. Sie trauten ihm nicht mehr, ihm unter die Augen zu treten, weil sie ihn nicht mehr kannten. Welches Kind, das seine guten Eltern kennt, versteckt sich vor ihnen? Das Verhältnis war also einseitig kaputt, und Gott wurde eher gemieden. Man verschloss sich lieber und noch heute kannst Du oft sehen, dass viele Menschen der Religion lieber verschlossen bleiben. Auf jeden Fall gilt bis heute: Wer den Worten und Taten Jesu keinen Glauben schenken will oder kann, der wird nie erfahren, was für einen lieben, väterlichen Freund er für die Ewigkeit hat. Normalerweise braucht man Kinder nicht über die Liebe ihrer Eltern aufklären. Das ist das erste und sicherste, was sie wissen, aber Gott ist bis heute der große Unbekannte auf Erden. Das zu ändern ist sein Sohn zu uns gekommen. Ohne ihn würden die Menschen nicht nach Hause finden, weil sie vor ihm verschlossen blieben.

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