Wir müssen davon reden

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Islam und Christentum, 45

Kurz nochmal zur nachgeschobenen Erklärung. Es gibt Sachen, die man weglassen kann und es gibt Sachen, auf die kann man nicht verzichten. Wenn ein Wagen kein Nummernschild hat, dann bleibt er doch ein Wagen. Hat er keine Räder, wie soll man ihn dann noch Wagen nennen? Ich meine mit „keinen Rädern“ nicht, dass welche vorgesehen sind, die ihm nur gestohlen wurden. Ich meine keine geplanten, wie wenn man an einer Kuh keine Flügel planen würde. Kühe haben keine Flügel, aber Wagen haben Räder. Türen und Schilder kann man weglassen, aber die Räder machen aus einem Ding erst einen Wagen. So verstehen wir das mit dem Leben der Lebewesen. Man kann ihr Leben nicht wegnehmen, ohne aus ihnen „keine Lebewesen“ zu machen.
Wir reden hier von Gott. Nun ist es so, dass er aus seinem Himmel heraus einen Schritt auf uns zu getan hat, um mit uns in Kontakt zu kommen. Dabei hat er uns mitgeteilt, dass er lebt. Und nicht nur das. Er hat uns auch sagen lassen, wie genauer sein Leben innerlich ausschaut. Er hat seine Mitteilung nicht einfach in ein Buch schreiben lassen, was man zuerst denken würde und was man sich als Mensch wohl würde einfallen lassen. Nein, er hat ein menschliches Leben gelebt. Eine Idee, auf die ganz sicher nie ein Mensch gekommen wäre. Erstens ist die Idee zu weit weg sozusagen, zweitens hätte jeder, der mit ihr um die Ecke gekommen wäre, sich sofort entweder lächerlich gemacht oder er hätte sein Leben riskiert. Denn Du weißt selbst am besten: Wer in einer Religion ohne Menschwerdung Gottes die Menschwerdung behauptet, der lebt gefährlich. 
Nun ist es aber so, dass wir genau diese Behauptung behaupten müssen, selbst auf das große Risiko hin, jede Menge Ärger zu bekommen. Wir müssen behaupten, dass Gott den Weg eines Menschenlebens gewählt hat, weil wir es genau von diesem Menschen wissen. Dieser Mensch heißt Jesus. Am Ende seines Daseins auf Erden gab er den Leuten, die ihm glaubten, die Anweisung, sie sollten alle Geschöpfe über ihn belehren und die Menschen auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes taufen. Seit dem er das gesagt hat, werden jeden Tag die Menschen auf ihren eigenen Entschluss und seine Anordnung genau so zu Christen.

Der Allerhöchste hat uns also mitteilen lassen, dass er lebt, dass er das Leben ist und dass er Leben schenkt. Behalten wir aber im Kopf, wie das gemeint ist. Gott lebt, und auch von ihm können, oder besser gesagt, müssen wir sagen, dass man sich sein Leben nicht wegdenken kann. Würde er nicht leben, dann wäre er nicht da. Er kann also nicht aufhören zu leben, weil es nicht sein kann, dass es ihn nicht gibt. Wenn wir also von der Dreifaltigkeit sprechen, dann sprechen wir von etwas, was er schon immer war, was in ihm noch nie anders war und was somit nie begonnen hat und nie aufhören wird. Es kann sich an seinem inneren Dasein auch nichts geändert haben, als er beschloss, in der Geschichte seiner Welt einzugreifen. Ein Drucker bleibt der selbe Drucker, ob er ein liniertes oder ein kariertes Blatt ausdruckt. Sein inneres Dasein ist und bleibt das des selben Druckers.

Nun zu Thomas. Er schreibt, in Gott gibt es einen Hervorgang, denn Leben heißt lebendig sein und immer so etwas wie ein inneres Hervorgehen aus sich selbst. Gott kennt sich selbst. Also gibt es in ihm ein Kennendes Element und ein gekanntes. Das Erkennen seiner selbst und das erkannt werden seiner selbst ist ein und dasselbe, und vor allem, es ist in ihm. In uns gibt es so etwas auch. Auch wir kennen uns und wir erkennen uns. Wäre das nicht so, dann würden wir uns nicht gut, schlecht, groß oder klein finden. Und obwohl es diese beiden in uns gibt, sind wir doch nur eine Person. So haben wir das auch von Gott zu denken. Aber wie gesagt, das soll nicht als Anmaßung unsererseits gesehen werden, sondern beruht auf den Informationen, die er uns von sich gegeben hat. Das haben wir zu verkünden, ob es uns gefällt oder nicht.

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