Das Schlimmste, was man machen kann

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Islam und Christentum, Teil 36

Wir müssen ein Wort erklären, das den meisten Muslimen geläufig sein dürfte und das unsere Leute gar nicht kennen, weil es das bei uns gar nicht gibt. Es heißt „beigesellen“ und gilt so ziemlich als die schwerste Sünde, die man aus Sicht der Muslime begehen kann. Wer es sich mit Gott endgültig verscherzen will, der sollte zu den Beigesellern gehen. Im Koran steht zu lesen, das Beigesellen sei diejenige Sünde, die Gott nicht verzeiht. Die Christen sollten also um den Umstand wissen, dann der Name gilt nicht selten besonders auch ihnen.

Im Alten Testament der Bibel gibt es auch ein Wort, das dem Beigesellen einigermaßen entspricht. Es heißt Götzendienst und auch dort ist es ein schweres Vergehen. So viel ich verstanden habe, widerspricht Jesus dem auch nicht. Auch in den Kreisen der Christen ist es nicht gerade ratsam, dem Beigesellen anheim zu fallen. Das Wort also gibt es bei  uns nicht, die Sache sehr wohl.
Ein Gelehrter hat mir den Shirk (so hieß das Beigesellen in seiner Sprache) übrigens einmal mit einem Satz erklärt:

„Beigesellen bedeutet,
etwas, was nicht Gott ist,
für Gott halten oder für Gott erklären.“

Das lässt der Herr der Heerscharen offenbar nicht durchgehen.
Als Mohammed seine neue Religion erklärte, oder, wie er sagte, die einzige, alte richtigstellte, da setzte er sich mit den Juden, den Christen und den Leuten von der Vielgötterei auseinander. Eine seiner Richtigstellungen lautete: Gott hat sich keinen Sohn genommen. Ich wollte das hier kurz anreißen, um mich von dem Vorwurf zu befreien, und meine Verteidigung lautet so:

Gott hat sich in der Tat keinen Sohn genommen,
weil er immer schon einen hatte.

Ich weiß, das klingt jetzt etwas provokant, aber drunter ist es nicht zu haben. Damit das noch mal etwas besser erklärt werden kann, möchte ich die beiden weiteren Schritte ankündigen: Ich möchte über die Innenseite Gottes reden und da auf die Dreifaltigkeit kommen. Als nächstes ist dann das äußere Geschehen der Menschwerdung ins Auge zu fassen.

Anm:
Sure 4,114: Allah vergibt nicht, daß man ihm, (andere Götter) beigesellt. Was darunter liegt, vergibt er, wem er (es vergeben) will. Und wenn einer (dem einen) Allah (andere Götter) beigesellt, ist er (damit vom rechten Weg) weit abgeirrt.
Sure 10,68: “Sie sagen: „“Allah hat sich ein Kind zugelegt.““ Gepriesen sei er! Er ist der, der reich ist (und so etwas nicht nötig hat). Ihm gehört (ohnehin alles), was im Himmel und auf Erden ist. Ihr habt dazu keine Vollmacht. Wollt ihr (denn) gegen Allah etwas aussagen, wovon ihr kein Wissen habt?“
Wenn ich den Koran zitiere, dann immer in Übersetzungen, die von Muslimen angefertigt wurden. In der Regel wähle ich die von Rudi Paret.

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