Wohlgefallen

Bildschirmfoto 2015-07-20 um 10.08.22

Darf ich noch ein altes Wort gebrauchen? Es ist alt, die Sache aber, die es meint, ist zugleich immer neu. Das Wort heißt „wohlgefallen“ und meint ziemlich genau, was es wörtlich sagt, nämlich, dass etwas jemandem wohl gefällt.

Mein Nachbar hat ein Töchterchen. Wann immer ich ihn beobachte, wie er sein Kind beim Spielen betrachtet, she ich, wie wohl es ihm gefällt. er betrachtet es mit einem Entzücken, wie nur Eltern es haben können. Sein Blick zeigt ein helles Entzücken und reinste, unberührte Freude. Es kann allerdings auch sein, dass ein Kind seinen Eltern gar nicht mehr gefällt, etwa wenn es schlimme Dinge tut und dadurch selber schlimm und schädlich wird. Menschen können das Wohlgefallen ihrer Mitmenschen auch verlieren.

Ich war einmal dabei, als jemand einen Priester fragte, wie es sein könne, dass die Heiligen im Himmel glücklich seien, wenn eins ihrer Kinder in der schrecklichen Hölle gelandet und nicht mehr bei ihnen sein könne. Eine Frage, die man sich unwillkürlich stellt, wenn man über diese Dinge nachdenkt. Der Geistliche antwortete ziemlich klug und sagte, auf Erden gebe es so etwas auch. Es könne doch sein, dass ein Mensch durch seine Entscheidungen und sein Handeln derart herabkommt, dass die guten Leute sagen, er solle ihnen aus den Augen und am besten ganz aus dem Leben treten. Es gibt leider Menschen, mit denen die Gesellschaft nichts zu tun haben möchte. Es gibt leider auch Leute, von denen man hofft, unsere Kinder mögen ihnen nie begegnen.
In der Gnade, von der wir gerade reden, gibt es eine besondere Sorte. Sie sorgt dafür, dass die Menschen, die sie bekommen, ihrem himmlischen Vater wohl gefallen. Wenn ein Mensch, der mehr oder weniger aus dem Wohlgefallen heraus gefallen ist, diese Gnade bekommt, dann verzaubert sie ihn und macht ihn in den Augen des Schöpfers wieder schön.

Leserin Mantha bat mich, wenigstens schon mal Fragmente zu posten, wenn die ganzen Kapitel nicht recht fertig werden wollen. Das hier ist so eins. 

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