Nachschlag zu St. Martin

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Als man noch an die Wirksamkeit des Gebetes glaubte, da hatten die Bettler noch eine richtige Aufgabe und somit eine eigene Würde. Das Gebet, das sie für die verrichteten, die ihnen ein Almosen gaben, galt als wertvoller als die milde Gabe. Die Bettler hatten die hochangesehene Aufgabe, für ihre Gönner zu beten und dadurch mehr zu geben, als sie bekamen. Ein lebendiger Glaube verlieh den Armen Würde.

 

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5 Kommentare zu “Nachschlag zu St. Martin

  1. Das Danken verleiht dem, der „nehmen MUSS“ Würde. Deshalb züchtet eine Gebenskultur, die Dank und Dankgebet verloren hat, Anspruchsdenken und Unverfrorenheit, in Summe Undank und Unzufriedenheit. Das ist die Tragödie am christlich begründeten Sozialstaat.

  2. Also, ich habe das anders verstanden. Hierbei geht es nicht ums Danken. Sondern es war mehr oder weniger ein Geschäft, wenn man es mal so bezeichnen darf. Der Wohlhabende gab dem Bettler ein Almosen. Dieser wiederum revanchierte sich dafür, in dem er Fürbitte bei Gott für den Wohlhabenden leistete. Wobei das Letztere als mehr wert angesehen wurde, als das Almosen. Also eigentlich war der Bettler der „mehr“ Gebende. Oder habe ich da was falsch verstanden?

  3. @Christina: Genau so verstehe ich das auch. Hinter dem Gedanken steht allerdings eine Art Umkehrung der gewohnten Werte. Wir sind gewohnt, im Gelde alles zu sehen und im Gebet nichts. Kehrt sich das um, wird ein Schuh draus, oder im Fall des heiligen Martin, ein Mantel.

  4. Pingback: Freitag 23:55 Uhr - Wochenende! | PTB - PAPSTTREUERBLOG

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