Jazz verstehen

Es gibt unbestritten Jazz vor- und es gibt Jazz nach Charlie Parker. Er und seine Freunde gehören zu den bedeutendsten Meilensteinen der modernen Musikgeschichte. Es gibt allerdings auch schon viel früher einen Jazz vor- und einen Jazz nach Louis Armstrong. Der hat nicht nur für das Trompetenspiel, sondern für die gesamte Entwicklung des Jazz wie kein anderer sämtliche Standarts gesetzt.
Mein Morgenjazz von heute ist dem Stil nach sehr klar vor Parker und sehr klar nach Armstrong. Er erinnert an den guten alten New Orleans Sound, den Satchmo so geprägt hatte. Der eigenwillige Sidney Bechet spielt das Sopransaxophon mit einer unglaublichen Kraft und mit einem Durchsetzungsvermögen, wie es sonst nur die Trompete hat. Bemerkenswert ist aber die Trompete von Teddy Buckner ab 1:50. Sie bildet, durch den Dämpfer gespielt, einen so hübschen und weichen Kontrast zum vorigen Sopransax, dass ich bei seinem Klang unter der  Tür her fließen könnte. Ein wunderschönes und herrlich langes Solo. Wenn sich beide Interpreten bei 4:14 aber wieder zusammenfinden und Buckner die Trompete ohne Dämpfer spielt, dann dürfte jedem klar, sein, wie Groß Satchmo Armstrongs Einfluss auf den Jazz war und bis heute ist.
Ansonsten vergrabe ich mich jetzt in meine Bücher und mache mich an die Arbeit und lese was über etwas, was ich nie verstehen werde, weil es nie jemand verstehen wird: Über das Wesen der Dinge und das Wesen Gottes. Schließlich gilt es Thomas‘ Kapitel über das Erkennen als Gottes Wesen zu kommentieren.

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